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Oberbürgermeister Jürgen Roters unterstreicht Bedeutung der Internetstadt Köln

„Wir als Stadt müssen die Entwicklung des Internets stärker in den Vordergrund stellen.“

Bei seiner Begrüßung auf der diesjährigen Arbeitsmarktkonferenz Medien und Kultur am 24. Januar 2013 im KOMED unterstrich Oberbürgermeister Jürgen Roters die Bedeutung der neuen Medien und stellte die Strategie für die Internetstadt Köln vor. Als wachsende und dynamisch Stadt solle Köln die Chancen nutzen und Köln dauerhaft als kreativen Standort stärken. Dabei stehe Nachhaltigkeit im Vordergrund. Jürgen Roters spricht damit u.a. den Fachkräftemangel an. „Was nützt es, wenn Schulen sehr gut ausgestattet, die Lehrer aber nicht ausgebildet sind?“ Weiterhin sei das Internet eine Grundvoraussetzung, aber die Stadt müsse auch die Chancengleichheit bewahren. Auch das Thema Cybermobbing wurde kritisch betrachtet. Köln zur Internetstadt zu machen sei allerdings eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe mit offenen Arbeitsstrukturen, in der zum Beispiel User und IT-Spezialisten sowie Schüler und Rentern einen gemeinsamen Dialog führen. Der wichtigste Teil sei die Vielzahl der Aktivitäten in Köln zu vernetzen, denn „nebeneinander war gestern.“ Das Internet habe aber nicht nur eine technologische sondern auch politisch-demokratische Chancen. So zum Beispiel die Internet-Beteiligung gegenüber Politik und Verwaltung. Das wolle die Stadt stärker einführen.

In der anschließenden Diskussion „Digitale Stadt, digitales Medienland, digitale Wirtschaft – was heißt das für Arbeitsmarkt und Beschäftigung?“ wurde die Strukturpolitik unter die Lupe genommen. Besonders thematisiert wurde der aktuelle Arbeitsmarkt, der Fachkräftemangel und die Chancen für Freiberufler. Die Entwicklungen gehen in die richtige Richtung, allerdings gebe es in einigen Branchen noch Nachholbedarf. So zeigte die Arbeitsagentur für Arbeit, dass in Köln die Zahl der Ausbildungen im Medienbereich deutlich zurückgegangen ist. Die Zahl der Arbeitnehmer in der Branche liege jedoch höher als die in der Automobilbranche. Hier zeigten sich einige Lücken, die in Zukunft geschlossen werden müssen.

 

Foto: Stadt Köln, Presseservice
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