Tag Archives: Forum Netzpolitik der KölnSPD

1. Basistreffen am 30. Juni 2012: Sozialdemokratische Netzpolitik in NRW

Wer Sozialdemokat/in ist (oder der SPD nahsteht), in Nordrhein-Westfalen wohnt und sich für Netzpolitik interessiert, der sollte am 30. Juni nach Hamm kommen. Beim 1. netzpolitischen Sozi-Basistreffen wollen wir uns untereinander kennenlernen und vernetzen, Themen und aktuelle Sachstände abgleichen, sowie für die Zukunft planen. Wie kann sozialdemokatische Netzpolitik in NRW thematisch und organisatorisch aufgestellt sein?

Netzpolitik ist in Teilen der Politik angekommen. Nach den Enquete-Kommissionen des Deutschen Bundestages und der Verankerung von Netzpolitik in Koalitionsverträgen von Landesregierungen zeigt sich: Netzpolitik ist auch Landes- und Kommunalpolitik.

Wir, einige Basismitglieder der NRWSPD, rufen damit zu einem ersten Treffen auf. Wir möchten uns gegenseitig kennenlernen, die aktuelle Lage bei euch vor Ort besprechen, Themen sammeln und überlegen, wie es zukünftig mit sozialdemokratischer Netzpolitik in NRW weitergehen kann – sowohl thematisch als auch organisatorisch. Egal, ob du Netzpolitikexperte/-expertin bist oder dich einfach nur für das relativ neue Politikfeld interessierst und etwas netzpolitische Luft schnuppern willst: Wir freuen uns auf dein Kommen! Bitte sag doch auch anderen Genossinnen und Genossen, z. B. aus deinem Ortsverein oder Unterbezirk, Bescheid! Lade sie zu dem Facebook-Event ein, schreib ihnen eine Mail oder sprich es bei der nächsten Ortsvereinssitzung an.

Sicherheit im Netz noch nicht erreicht [Update]

Über 80 Personen sind letzten Freitag der Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung gefolgt und haben an dem Streitgespräch über die Zukunft des Internet teilgenommen. Dabei zeigte sich die Vielfahlt der Themen: Von Sicherheit bei der Netzinfrastruktur, über Sicherheitseinstellungen bei Facebook & Co. bis hin zur Medienkompetenz der Nutzer.
Einig waren sich die Podiumsteilnehmer, dass Sicherheit im Internet eine wichtige Rolle spielt. Schwierig gestaltet sich allerdings die Umsetzung. Für viele Unternehmen ist Sicherheit mit hohen Investitionen verbunden, ohne dass auf Kundenseite die Zahlungsbereitschaft vorhanden wäre. Unwissenheit und unbedachte Nutzung betreffed der Sicherheitseinstellungen und Updates ist dagegen bei vielen Nutzern an der Tagesordnung.
Ein Punkt wurde direkt zu Beginn der Veranstaltung klargestellt: Das Buch „Zeitbombe Internet“ – welches die Grundlage für den Abend war – soll nicht deutlich machen, dass das Internet eine Gefahr darstellt, sondern das die Gefahren für das Internet wachsen. Der anschließende „Beruhigungs-Seufzer“ im Zuschauerraum sprach Bände.

[Update] Im Rahmen der Nachberichterstattung stellt die Friedrich-Ebert-Stifutung einen Tonmitschnitt der gesamten Veranstaltung zur Verfügung. [/Update]

 

Morgen: Stopp ACTA – 2. Demo in Köln

 Nach der erfolgreichen ersten Demo vor zwei Wochen, wird an diesem Samstag wieder europaweit gegen ACTA demonstriert. Bei minusgraden waren in Köln ca. 2500 Bürgerinnen und Bürger, sowie Mitglieder fast aller Parteien und deren Jugendorganisationen, einstimmig und friedlich auf die Straße gegangen.
Zwischenzeitlich haben die Proteste erste Wirkung gezeigt. Da zwischen EU-Kommission und den Mitgliedsstaaten zeitweise die Nerven blank zu liegen schienen, sieht sich die EU-Kommission gezwungen, ACTA dem Europäischen Gerichtshof zur Prüfung vorzulegen.

Die Kritik hält jedoch unvermindert an. Einerseits sind inzwischen mehr Details zum undemokratischen Entstehungsprozess des Abkommens öffentlich geworden. Andererseits wagen sich die Treiber und Profiteure hinter ACTA aus ihrer Deckung und wissen sich nicht anders zu helfen als den protestierenden Bürgerinnen und Bürgern Inkompetenz und fehlendes Unrechtsbewußtsein vorzuwerfen.

Das „Forum Netzpolitik der KölnSPD“ ruft gemeinsam mit dem „Gesprächskreis Netzpolitik und digitale Gesellschaft“ des SPD-Parteivorstandes dazu auf, die europaweiten Protestaktionen zu unterstützen. Es ist unser Ziel, die Modernisierung des Urheberrechts voranzutreiben und nicht zugunsten einzelner Industrien zu zementieren. Urheber müssen gestärkt und nicht enteignet werden. Rechtsklarheit muss geschaffen und nicht privatisiert werden. Chancengleichheit für alle Bürger ist zu gewährleisten.

Samstag, 25. Februar 2012
ab 14:00 Uhr
Roncalli-Platz

Das freie Netz – Ein schöner Traum von gestern?

Staatstrojaner, Hackerbanden, Cyberterror. Die Revolution der Kommunikation nichts weiter als ein gigantisches Sicherheitsrisiko – für den Einzelnen, für die Staaten, für die globale Gesellschaft? Die neue digitale Welt eine Einladung zum Ausspähen, zum Manipulieren, zum Sabotieren? „Eine Zeitbombe“ warnt der Zeit-Journalist und Buchautor Thomas Fischermann und fürchtet den Kollaps des freien Internet.

Zuviel des Pessimismus?

Diskutieren Sie am 3. Februar 2012, 17:00-19:00 Uhr im Köln mit: Wie kann, wie muss die digitale Gesellschaft gestaltet werden, damit sie freiheitlich, demokratisch, offen und lebenswert bleibt!

Neue Soziale Netzwerke – Ihre Wirkung in Politik und Gesellschaft

 Die schnelle Ausbreitung neuer Protestformen weckt weltweit Aufmerksamkeit. Dabei werden Informationen und Mobilisierungen über „soziale Netzwerke“ wie Facebook, Twitter geleitet. Welche gesellschaftlichen Strukturen und Prozesse wollen die soziale Netzwerke verändern? Wie funktioniert das? Sind diese Netze unkontrolliert? Liegt in ihrer dezentralen Organisation die Chance zu mehr Freiheit, mehr Innovation, mehr Beteiligung? Wie nachhaltig und wirksam können Protest- und Wiederstandsformen sein, die auf Netzwekmobilisierung beruhen?

Im „Abendgespräch zu Sache“ werden diese Themen am Sonntag, 12. Februar, 19:30-21:00 Uhr im Tersteegenhaus diskutiert. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Veranstalter sind die evangellischen und katholischen Kirchengemeinden in Sülz und Klettenberg sowie die Oekumenische Initiative Eine Welt.

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